Geschichte

Geschichte

 Gruppenfoto alt

 Gruppenfoto anlässig der Fahnenweihe 1964

Im Jahre 1906 wurde aus der damaligen Pflichtfeuerwehr unter dem Ortsbürgermeister Johann Götz die Freiwillige Feuerwehr Röhl am Ostermontag gegründet. Sie war die erste Freiwillige Feuerwehr im Bezirk des früheren Amtes Bitburg-Land. Ihr erster Brandmeister war Johann Olk bis 1908. Danach übernahm Brandmeister Leonard Tanita die Führung der Wehr. Diese oblag ihm bis zum Ende des Ersten Weltkrieges.

Der erste Weltkrieg hinterließ große Lücken in den Reihen der Feuerwehr. Aus diesem Grunde wurde sie 1924 unter Brandmeister Johann Lippert neu organisiert.

Bereits 1934 konnte sich die Wehr aus eigenen Mitteln uniformieren und Johann Lippert wurde aufgrund seiner Führungspersönlichkeit zum Amtsfeuerwehrmann ernannt.

Alter Einsatz
 1. Einsatz in Uniform (Überschwemmung Fingerbach)

1938 oblag ihm die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandstages unter Mitwirkung einer Militärkapelle in den Händen der Freiwilligen Feuerwehr Röhl.

Mit dem zweiten Weltkrieg kam wieder eine harte Zeit für die Feuerwehrmänner, welche überwiegend zum Militär eingezogen wurden; ebenso der Brandmeister und Amtswehrführer Johann Lippert.

Während der Kriegsjahre bis 1947 oblag die Wehrführung dem Brandmeister Nikolaus Roßwinkel. In dieser Zeit musste die Wehr mit primitiven Mitteln arbeiten und auskommen. Nach Kriegsende übernahm Brandmeister Johann Lippert wieder die Führung der Feuerwehr. Mit großem Wohlwollen der Ortgemeinde Röhl konnte 1949 eine TS 8 (DKW) und 1950 ein Gerätewagen (TSA) angeschafft werden. 1955 wurde die Röhler Feuerwehr mit der Ausrichtung des Amtsfeuerwehrtages anlässlich des 50-jährigen Stiftungsfestes beauftragt.

Die Wehr erhielt 1959 eine neue TS 8 (VW Magirus). An den Amtsfeuerwehrtagen 1964, verbunden mit der 40-jährigen Tätigkeit als Brandmeister der Freiwilligen Feuerwehr und einer 30-jährigen Amtswehrführertätigkeit, wurde Johann Lippert besonders geehrt. Höhepunkt dieser Festtage war die Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Röhl. Die Fahne wurde dem Schutzpatron St. Florian geweiht.

Am Festzug beteiligten sich über 500 Feuerwehrmänner. Als Ehrenoberbrandmeister verstarb Johann Lippert am 14. September 1966 im Alter von 67 Jahren. Aus den Reihen der Mitglieder wählte die Wehr Johann Klein zum neuen Brandmeister. Unter seiner tatkräftigen Führung konnte im Juli 1974 ein neues Feuerwehrgerätehauses bezogen werden. Im allzu frühen Alter von 54 Jahren verstarb nach 9-jähriger Wehrführertätigkeit der Brandmeister Johann Klein. Im dankt die Freiwillige Feuerwehr eine erfolgreiche Teilnahme an den Feuerwehrwettkämpfen des Amtes Bitburg-Land. Der stellvertretende Brandmeister Nikolaus Lehnen übernahm 1975 die Feuerwehr. Die praxisbezogene Ausbildung war ein wichtiger Bestandteil seiner Wehrführertätigkeit. Zur besseren Ausrüstung wurde ein neuer Tragkraftspritzenanhänger (TSA) angeschafft.

Durch Erreichen der Altersgrenze wurde Nikolaus Lehnen im Jahre 1984 aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet und zum Ehrenwehrführer ernannt.

Proost / Lehnen
Ehrenwehrführer Nikolaus Lehnen (†) und Klaus Proost

Zum Nachfolger wählte man Klaus Proost. 1985 wurden Umbaumaßnahmen am Gerätehaus vorgenommen; ihr erstes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) erhielt die Wehr 1988. Dem Kreisfeuerwehrverband Bitburg-Prüm trat die Freiwillige Feuerwehr Röhl 1990 bei und erwarb 1993 dessen Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold erfolgreich in zwei Gruppen.Im Dezember 1998 wurde die FFW Röhl mit einem neuen Tragkraftspritzenfahrzeug und einer neuen Pumpe ausgestattet. Das TSF, bei dem es sich um einen Volkswagen der Modellreihe LT 35 handelt wurde vom Aufbauhersteller Harz & Thies in Gilzem umgerüstet. Im Aluaufbau findet die neue TS 8/8 Jöhstadt-Pumpe mit E-Start Platz.

Eine grundlegende Innen- und Außenrenovierung mit Unterstützung der Ortsgemeinde konnte zum 90sten Stiftungsfest (29. – 30. Juni 1996) fertiggestellt werden.

2002 wurde der nunmehr fast zwei Jahrzehnte als Wehrführer tätige Klaus Proost mit dem silbernen Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande geehrt. Kurz darauf entschied sich die langjährige Führung ihre Ämter an jüngere Feuerwehr-kameraden weiterzugeben. Zum neuen Wehrführerteam wurden Manfred Banz und Lambert Laurinat gewählt. HIER mehr dazu.

Nach nur dreijähriger Führung gab Manfred Banz 2005 sein Amt als Wehrführer aus persönlichen Gründen an seinen Stellvertreter ab. Neuer Stellvertreter wurde Heinz-Dieter Thommes.

2006 ist nicht nur das Festjahr des 100-jährigen Jubiläums sondern auch das Jahr in dem 3 Feuerwehrkameraden aufgrund der Altersgrenze von 60 Jahren aus dem aktiven Dienst ausscheiden werden. In den Jahren 2007 bis 2010 folgten noch einige mehr.

Im Jahre 2011 konnte man dank der großartigen Unterstützung von Bürgern, Kameraden und Verwaltung vier Atemschutzgeräte in Empfang nehmen und in unser Tragkraftspritzenfahrzeug einbauen. Diese zusätzliche Ausrüstung bedeutet einen enormen Gewinn an Sicherheit für unsere Bürger. 8 Kameraden sind derzeit ausgebildete Atemschutzgeräteträger. Auch hier geht ein Dank an diese Kameraden da diese Tätigkeit eine erhöhte Arbeitsbelastung darstellt. Neben den regelmäßigen medizinischen Checks sind jährliche Belastungsübungen und eine Mindestanzahl an Übungsstunden nachzuweisen. Hier können Sie sich eine Übung der Atemschutztgeräteträger ansehen!

2014 feierte man das 50-jährige Fahnenjubiläum. Hier dazu ein Bericht über die Fahne!

Auch 2016 steht wieder ein großes Jubiläum an. Die Feuerwehr wird 110 Jahre alt! Auch in diesem Jahre feiern wir dieses Fest am Gemeindehaus! Eine große Festzeitschrift ist momentan in der Arbeit. Wir bedanken uns hier bereits jetzt bei allen Unterstützern!

20 Feuerwehrleute verrichten zur Zeit den aktiven Feuerwehrdienst.

Wichtige größere Einsätze der Feuerwehr:
1953 Brand Landwirtschaftliche Anwesen Olk/Wallenborn
1957 Brand Stall und Scheune Schäfer
1961 Großbrand Landw. Anwesen Schmitt
1966 Brand Feldscheune Wallenborn
1979 Brand an Teerrampe
1983 Wohnungsbrand Hoeing
1990 Sturmeinsätze und Schadensbereinigung
1995 Brand Schuppen Theis
1999 Brand Scheune Löw
2003 Hochwassereinsätze in Sülm, Röhl und Hüttingen
2006 Hochwasser- und Sturmeinsätze in Röhl und Sägewerkbrand in Meckel