Unwettereinsätze Juni 2018

Unwettereinsätze im Juni 2018

Relativ ruhig begann der stürmige Juni 2018 für die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Röhl. So fiel am 01.06.2018 nachts aufgrund des stürmischen Wetters der Strom in der gesamten Ortslage Röhl aus. In einem solchen Falle werden die Feuerwehrgerätehäuser auch ohne Alarmierung durch die Feuerwehren mit ein bis zwei Einsatzkräften besetzt. Sollte es aufgrund eines länger andauernden Stromausfalls neben der ohnehin ohne Stromversorgung nicht funktionierenden IP-Festnetztelefonie auch zum Ausfall der Mobilfunknetze kommen dient das Feuerwehrgerätehaus als Anlaufstelle für die Bürger. Hier kann über Funk z. B. medizinische Hilfe angefordert werden oder bei sonstigen Notfällen Hilfsmaßnahmen eingeleitet werden. Nach ein paar Stunden konnte die Sitzbereitschaft mit Wiederherstellung der Stromversorgung wieder aufgelöst werden.

Nicht so ruhig ging es dann rund eine Woche Später mit den Unwettereinsätzen weiter. Unsere erste Alarmierung erhielten wir am Samstag, den 09.10.2016 in den Abendstunden. Innerhalb der Ortslage Badem arbeiteten wir 4 Einsätze ab. Mehrere Keller galt es auszupumpen. Eine kleine Mannschaft unterstützt von Alterskameraden wickelte zeitgleich einen Einsatz innerhalb der eigenen Ortslage ab. Nach ca. 6,5 Stunden konnten die Kameraden dann müde und abgekämpft in ihre Betten fallen.

Wir hatten am nächsten Tag erst kurze Zeit sämtliche Ausrüstung gewartet und gereinigt da wurden wir zu einem weiteren Unwettereinsatz in die Ortslage Ließem alarmiert. Das Bild was sich uns hier bot ist mit Worten kaum zu beschreiben. Nahezu der gesamte Ortskern stand unter Wasser. Teilweise gab es eine so starke Strömung das ein durchqueren des Wasser unmöglich war. 5 Einzeleinsätze wurden in Ließem abgewickelt. Neben dem Auspumpen mehrerer Keller konnte durch einen Erkundungstrupp mit Hilfe eines Radladers und des Eigentümers 20 Kälber vor dem Ertrinken gerettet werden. Nach über 5 Stunden endete der Einsatz für uns.

Fast 5 Stunden benötigten wir am nächsten Tag um die eingesetzten Geräte zu reinigen und zu warten. Das Fahrzeug wurde gründlich von innen und außen gereinigt und alle Betriebsstoffe aufgefüllt.

Leider blieben die Geräte nicht all zu lange sauber. Bereits wenige Stunden später wurden wir wieder zu einem Unwettereinsatz nach Badem alarmiert. Dort galt es wieder Keller auszupumpen. Zwischenzeitlich waren wir in Kyllburg eingesetzt. 6 Einsatzstellen galt es an diesem Tag abzuarbeiten.

Insgesamt wickelte die Feuerwehr Röhl innerhalb weniger Tage 17 einzelne Einsätze ab.

Wieder einmal hat man gesehen das die kleinen Ortswehren doch bei solchen großen Schadensereignissen benötigt werden. Man hat unheimlich schnell verdammt viele gut ausgebildete Helfer vor Ort und muss nicht erst auf Überörtliche Hilfe warten. Die Feuerwehr gehört halt ins Dorf! Und damit meinen wir jedes Dorf!
Nicht auszumalen was bei einem solchen Ereignis passiert wenn dieses eine größere Fläche betreffen würde. Da müsste man auf überörtliche Hilfe von ganz weit weg hoffen wenn alle Kräfte in Umkreis eingesetzt sind. Wir appellieren daher an alle Bürger: Unterstützen Sie die Freiwilligen Feuerwehren in ihren Orten. Helfen ist nicht nur wichtig sondern kann sogar Spaß machen!

Der Dank sollte aber auch allen anderen Hilfsorganisationen und Behörden sowie den freiwilligen Helfern gelten die teilweise übermenschliches geleistet haben. Hoffentlich ereignen sich solche Unwetter in Zukunft nicht mehr.